Blutegelbehandlung beim Pferd“© Grubärin – stock.adobe.com”

Blutegelbehandlungen gehören zu den Ausleitungsverfahren. Der Speichel des Blutegels enthält verschiedene Inhaltsstoffe (u. a. Hirudin, Hirustasin, Acetylcholin, uvm.), die sowohl analgetisch, lymphanregend, immunisierend, antithrombotisch als auch antiphlogistisch wirken. Sehr häufig werden Blutegel bei chronischen Erkrankungen und Erkrankungen im Bewegungsapparat eingesetzt, z. B. ED und HD beim Hund, Arthrose oder Hufrehe beim Pferd (um nur ein paar Beispiele zu nennen). Eine Blutegelbehandlung kann mehrere Stunden dauern. Je nach Beißfreudigkeit der Egel und Dauer des Saugvorgangs. Nach dem Saugvorgang kommt es zu einer Nachblutung. Dieser „Mikroaderlass“ ist gewollt und darf nicht durch einen Druckverband gestoppt werden. Kontraindiziert ist eine Behandlung bei Tieren mit einem geringen Eigengewicht, Tiere mit schlechtem Allgemeinzustand, stark erhöhter Temperatur, bei Einnahme blutverdünnender Medikamente, Krankheitsbildern wie Diabetes mellitus, Leukämie, malignen Tumoren. Ob daher eine Blutegelbehandlung bei Ihrem Tier in Frage kommt, wird nach einer ausführlichen Anamnese und klinischer Untersuchung und nach Auswertung aller Befunde entschieden.

Open chat
Schreiben Sie mir über WhatsApp.